Heimwerken

Allergene in der Wohnung reduzieren

Viele Menschen leiden unter den Auswirkungen von Allergenen. Unliebsame Reaktionen des Körpers treten auf, die sehr belastend sein können. Auch in den eigenen vier Wänden ist man vor den Gefahren der Allergene nicht befreit. Wie sie im eigenen Heim reduziert werden können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Hausstaubmilben eindämmen 

Die häufigste Allergie, die zuhause auftritt, ist die Hausstauballergie. Diese wird durch den Kot von Hausstaubmilben ausgelöst. Gerade im Sommer haben Allergiker häufiger Probleme, da es draußen sehr warm ist. Hausstaubmilben fühlen sich nämlich bei einer Luftfeuchtigkeit von ca. 70 Prozent besonders wohl. Dies entspricht einer Raumtemperatur von etwa 25 Grad. Die Allergene können durch eine niedrigere Luftfeuchtigkeit aber vermindert werden. Rettung bringt auch der Staubsauger bei allergischen Reaktionen. Allergene können durch regelmäßiges Staubsaugen ebenfalls effektiv eingedämmt werden. Das regelmäßige Waschen und Ausschütteln der Bettwäsche ist eine weitere effektive Maßnahme. 

Haustiere als Bote von Allergenen 

Eine Tierhaarallergie tritt immer häufiger auf. Doch auch ohne eine solche Allergie ist es möglich, Allergene durch Haustiere aufzunehmen. Bei einer Tierhaarallergie leidet der Allergiker nicht unter allergischen Reaktionen, die die Haare selbst verursachen – es sind die Stoffe, die auf den Haaren liegen. Dies können Hautschuppen, Kot, Pollen oder auch Schweiß sein. Sie werden von den Schleimhäuten aufgenommen, dringen in den Körper ein und können so zu allergischen Reaktionen führen. 

Auch Hausstauballergiker können ihre Probleme mit Tieren im Haus haben. Hausstaubmilben ernähren sich von abgestorbenen Hautschuppen, die natürlich auch Haustiere wie Hund und Katze verlieren. Wenn die Tiere auf Polstermöbeln oder gar dem Bett liegen, kann die Bevölkerungsdichte der Hausstaubmilben vergrößert werden. 

Für beide Arten der Allergie bietet es sich daher an, dass die Tiere zumindest nicht ins Schlafzimmer kommen. Ganz und gar muss natürlich nicht auf das vierbeinige Familienmitglied verzichtet werden. Für die eigene Gesundheit sollte nur das Bett für das Tier Tabu sein. 

Schimmelpilze 

Schimmelpilze treten gerne in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit auf. Meist sind es die Badezimmer oder die Küchen, in denen Schimmelpilze auftreten. Bei einer Schimmelpilzallergie kann dies für die Bewohner weitreichende Folgen haben. 

Um Schimmelpilzen vorzubeugen, ist ein regelmäßiges Lüften maßgeblich. Täglich sollte daher entweder Stoßgelüftet oder mehrmals am Tag für längere Zeit gelüftet werden. Ein Durchlüfter im Badezimmer und der Küche sind zudem optimal. Ein weiterer Tipp ist es, die Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent zu halten. Dies hat auch noch andere Vorteile. Hausstaubmilben können sich nämlich unter einer Luftfeuchtigkeit von 60 Grad schlechter vermehren. 

Um auch die Wände vor Schimmelpilzen zu befreien sollten alle Möbelstücke etwa 5-10 Zentimeter von den Außenwänden der Wohnung entfernt stehen. 

Nicht zu vernachlässigen sind die Küchenvorräte. Diese sollten gut und trocken gelagert werden. Andernfalls kann es auch im eigenen Kühlschrank oder der Vorratskammer zu Schimmelpilzen im eigenen Essen kommen. Sollte dies einmal vorkommen, sollte das Essen natürlich augenblicklich entsorgt werden. Durch eine korrekte Lagerung und ein schnelles Verbrauchen von verderblichen Lebensmitteln kann Schimmelpilzen aber einfach und unkompliziert vorgebeugt werden. 

Sauberkeit ist das A und O  

Somit ist die Sauberkeit in den eigenen vier Wänden zusammen mit der Luftfeuchtigkeit das A und O, um Allergene so gut es geht einzudämmen. Tägliches Staubsaugen, eine mittlere Luftfeuchtigkeit und das richtige Verstauen von Lebensmitteln stellen bereits die halbe Miete dar, um Allergenen den Kampf anzusagen. Wenn täglich gelüftet und auf die eigenen Vierbeiner Acht gegeben wird, sollte es kein Problem sein, dass eigene Haus so gut es geht Allergenfrei zu halten. 

Besonders mit Tieren im Haushalten sollte darauf geachtet werden, täglich staubzusaugen. Hunde sollten zudem regelmäßig gesäubert werden, da sich im Fell auch Allergene wie Pollen befinden können, die wiederum für Pollenallergiker negative Auswirkungen mit sich bringen. Waschen Sie sich daher auch immer die Hände, wenn Sie nachhause kommen. 

Ganz ohne Allergene geht es also nicht, jedoch gibt es viele Möglichkeiten diesen präventiv vorzubeugen.